cuba
Machu Picchu
Der zweite Versuch. Machu Picchu. Ich bin bereit. Samstagmorgen mach ich mich auf zur Av. Grau- hier starten die „Collectivos“ (private Kleinbusse, die losfahren sobald sie voll sind) nach Urubamba und Ollantaytambo. Diesmal hab ich einen Mittelplatz ohne Nackenstütze erwischt- das wird eine lange Fahrt, eingequetscht zwischen Mutter mit gelangweiltem Kind auf’m Schoß auf der einen und einem sehr alten, sehr korpulenten Mann auf der anderen Seite. Der Fahrer sieht aus wie ein Latino-Macho aus dem Katalog: schwarzes lockiges Haar bis zur Schulter, aufgeknöpftes Hemd, Goldkette und Fliegerbrille. Wir verlassen Cusco Stadt in nördlicher Richtig, aus dem Radio plärrt 90er Jahre Pop. Meine Laune steigt rasant als der Fahrer das Radio bis zum Anschlag aufreißt, als George Michael’s „Careless Whisper“ ertönt und er in höchster Stimme die Schnulze begleitet.
In Ollanta angekommen treffe ich eine Freundin aus Cusco, die zufällig auch an diesem Wochenende MaPi auf ihrem Zettel zu stehen hat. Wir fahren zusammen im Zug nach Aguas Calientes, finden ein gutes Hostel und lassen den Abend mit einem sicheren Abendessen ausklingen (diesmal esse ich nur Reis!). Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 3:45 und wir schaffen es mit einem der ersten Busse hinauf zur Inkastadt zu fahren. Da wir unter den ersten 400 Besuchern sind, bekommen wir einen Stempel, mit dem wir später die Möglichkeit haben den Wayna Picchu zu besteigen.
sacred valley ~ moray + salineras de maras + ollantaytambo
Moray
In Moray findet man die beeindruckend tiefen Amphitheater-ähnlichen Terrassen. Das Gelände besteht aus vier leicht ovalen Anlagen, die von der Bevölkerung auch „Muyus“ genannt werden. Die größte liegt etwa 45m unter dem Niveau des Bodens. Jede Terrasse ist 1,80m hoch und hat ihr eigenes Mikroklima.


jungle boogie in the amazon
Am Samstag 4:30Uhr ist Abfahrt in die Selva, den Regenwald in der Amazonasregion- oder war’s halb vier? Ich kann mich nicht erinnern und entscheide mich lieber schon 3:30Uhr fertig zu sein.
Um 4:30Uhr geht’s dann also mit dem Kleinbus in östliche Richtung raus aus Cusco. Nach zwei Stunden Fahrt ist die Straße mitten auf dem Berg gesperrt. Das heißt für uns solange rückwärts runter rollen, bis sich in den Anden-Serpentinen eine Wendemöglichkeit ergibt. Da dies die einzig asphaltierte Straße in unsere Richtung war, bleibt uns ab jetzt nur der Weg über schmale Sandpisten. Alle 20-30 min muss die Fahrt unterbrochen und der Gegenverkehr ausmanövriert werden. Das jeweils kleinere Fahrzeug fährt dann solange rückwärts hoch oder runter, bis sich eine meist schwindelerregend winzige Ausbuchtung auftut, die ein aneinander vorbeifahren zulässt.
Theater
Montagabend (20/09/2010) war ich im Theater KUSIKAY in Cusco. Wir haben das Stueck *PAUKARTANPU* gesehen. In einer Mischung von Elementen aus Theater, Circus, Tanz und Live Folklore wird dem Publikum die peruanische Kultur naeher gebracht. Inspieriert ist das Stueck vom traditionellen Fest Virgen del Carmen, das jaehrlich vom 15.-19. Juli in Paucartambo oestlich von Cusco stattfindet.Das Ganze wird aufgelockert durch 4 Charaktere (ein Touri, ein Baeckerpaar, ein Betrunkener), die das Stueck interaktiv begleiten und das Publikum einbinden [-der absolute Horror- but since they didn’t choose me it was perfectly fun ; ) ]. Ich hab mich jedenfalls bestens amuesiert!
Eintauchen in die Welt der Inkas
Heute (150910) war ich auf einem Trekk zu den Ruinen von Písac, Tambomachay, Pukapukara, Q‘engo und Saqsaywaman in der naeheren Umgebung von Cusco. Offiziell handelt es sich hierbei uebrigens nicht mehr um Ruinen (ruinas), sondern um archäologische Reste (restos arqueológicos), denn das Instituto Nacional de Cultura Peru fand „Ruine“ hoert sich zu ungepflegt und verfallen an.


South Peru for beginners- everything in this country is uphill

Ich bin jetzt eine Woche hier und fuehl mich recht wohl in der Stadt. Die Cusceños sind freundliche Leute und die Stadt ist wunderschoen. Das Wetter ist ein bisschen gewoehnungsbeduerftig, weil die Temperaturen abends, nachts und morgens um die 5°C liegen (ein Hoch auf die Thermounterwaesche) und tagsueber schnell auf 23°C steigen. Das Ganze sieht dann so aus, dass mein Tag in Fleece und Stiefel gekleidet beginnt. Gegen Mittag ist es so warm, dass mir meine Klamottenwahl total uebertrieben scheint, also steige ich um auf Tank Top und Flip Flops – bis es am fruehen Abend wieder so kalt wird, dass ich mich frage, was um alles in der Welt mich geritten hat so wenig anzuziehen. Tja, aber morgen mach ich’s genau so!
Der Tour-Operator fuer den ich arbeite, ist im Kuenstlerviertel San Blas ansaessig, das (natuerlich) in den Hoeheren Gefilden der Stadt liegt, da kommt der Kreislauf in Schwung. Momentan bin damit beschaeftigt mir einen Ueberblick ueber’s Geschaeft zu verschaffen und zuzuhoeren (como?).

Reise nach Cusco
An einem Sonntagabend im September 2o1o trete ich den 21h Flug nach Cusco an. Nach wochenlangem abarbeiten von to-do-Listen bin ich froh, dass es endlich losgeht. Von TXL ueber Madrid und Lima fliege ich nach Cusco. Mit Iberia. Etwas Unmut macht sich breit, weil das Gepaeck doch nicht bis Cusco durchgecheckt wird, sondern nur bis Lima. Die Stimmung wird nicht besser, als ich an Board feststelle, das die Gemuese-Schrippen hier 7 Euro und ‘n Glas Wasser 2 Euro kosten sollen (Selbst schuld, wenn man vorher nix isst).
Nach einem Halbmarathon in Madrid vom Schengen-Schengen Terminal T4 zum Schengen-NonSchengen Terminal TS4 und einem ueberraschend angenehmen Flug MAD-LIM in der letzten Reihe eines Airbus 340, bin ich in Lima. Aber bevor es nach Cusco weitergehen kann, muss ich erst mal durch die Migration, die locker mit der in den USA mithalten kann- aetzende 45min die Beine in‘ Bauch stehen (und das obwohl nur 6 Leute vor mir waren). Dann weiter zum Baggage Claim- Koffer holen, dann durch den Zoll und weiter zum Re-check-in. Bevor ich dann erneut in den Genuss der Sicherheitskontrollen komme, muss ich erst noch einen Umweg machen, um die airport tax zu zahlen. Herrlich. Da bleibt bei einem 2h lay-over kaum noch Zeit sich die Nase zu pudern.
Endlich in Cusco angekommen schwing ich mich in ein Taxi. Der Fahrer erklaert mir gleich zu Beginn: da wo ich hin will fahren keine Autos hoch. Er wuerde mich dann in der Naehe absetzen und ich muesse dann den Rest hoch laufen. Hatte ich erwaehnt, dass der Koffer (der ja immerhin ankam) aufgebrochen, also halb offen war (mit/ohne Absicht?) und die Strasse Kopfsteinpflaster? Wenn man dann noch vom Taxifahrer mit besten Wuenschen in die falsche Richtung entlassen wird, koennte man die Fassung verlieren. Gott sei Dank nicht so nach 21h Flug und Ankunft auf 34oo m Hoehe- Uebermuedung und Sauerstoffmangel lassen keine Kraft..























